Mehr über Schweizer FDC: Ersttagsstempel, offizielle Umschläge, adressiert oder unadressiert
Ersttagsbriefe Schweiz kaufen – FDC mit Ersttagsstempel von den 1930er-Jahren bis heute
Ein Ersttagsbrief (FDC, First Day Cover) ist ein Umschlag oder eine Karte, deren Marken am ersten Gültigkeitstag mit dem Ersttagsstempel entwertet wurden. Bei Briefmarken URAY finden Sie über 150 Schweizer FDC: frühe Ersttagsbriefe der 1930er- und 1940er-Jahre, offizielle PTT-Umschläge adressiert und unadressiert, illustrierte Umschläge, Ersttagsbriefe mit Blocks sowie Pro Juventute und Pro Patria Sätze auf FDC, alle einzeln fotografiert und mit SBK-Nummer beschrieben. Preise in CHF, Versand aus der Schweiz weltweit.
Was sind Ersttagsbriefe?
Der Ersttag ist der von der Postverwaltung festgelegte Tag, ab dem eine neue Marke zum Frankieren verwendet werden darf. Belege, die an diesem Tag abgestempelt wurden, heissen Ersttagsbriefe. In der Schweiz kommt es – anders als in den meisten Ländern – vor, dass Marken bereits vor dem Ersttag verkauft werden, damit Sammler und Händler ihre Umschläge vorbereiten können; Belege mit einem Stempeldatum vor dem offiziellen Ersttag werden als «Vorersttag» bezeichnet und sind eine Besonderheit für Spezialisten.
Die frühen Schweizer Ersttagsbriefe der 1920er- und 1930er-Jahre entstanden meist auf Initiative von Sammlern und Händlern mit gewöhnlichen Tagesstempeln des Ausgabetages; dazu zählen Klassiker wie die Gotthard-Serie 1932 oder die Flugpostmarke 1924 auf Brief Bern–Basel. Ab den 1940er-Jahren führte die PTT eigene Ersttagsstempel ein, in der Regel dreisprachig oder je nach Aufgabeort in Deutsch, Französisch oder Italienisch beschriftet: «Ersttag», «Premier jour», «Primo giorno», mit der Angabe «Bern» als Sitz der Wertzeichenstelle oder mit dem Ort einer Sonderpoststelle. Seit den 1970er-Jahren können Sammler die offiziellen Ersttagsumschläge im Abonnement beziehen, was zu hohen Auflagen und entsprechend tiefen Preisen für die Massenjahrgänge geführt hat.
Epochen und Belegtypen
- Vorläufer bis etwa 1940 – Ersttagsbriefe mit Tagesstempel des Ausgabetages, oft adressiert und echt gelaufen; die seltensten und teuersten Stücke des Gebiets, etwa Flugpost- und Gotthard-Ausgaben.
- 1940er-Jahre – erste Ersttagsstempel; berühmt ist die PAX-Serie 1945 auf FDC, eine der seltensten Ersttagsausgaben der Schweiz, die im Handel vierstellige Preise erzielt. Auch die Blocks (Spendeblock, Basler Taube, IMABA) auf Ersttagsbrief gehören hierher.
- 1950er- und 1960er-Jahre – offizielle und private illustrierte Umschläge zu Freimarken, Pro Juventute, Pro Patria und Sondermarken (Bahnjubiläen, Evangelisten 1961); teils in Sprachvarianten des Umschlagzudrucks.
- ab den 1970er-Jahren – Abonnement-FDC der PTT in hohen Auflagen; interessant bleiben Papier- und Leuchtstoffvarianten der Marken (etwa 1978 oder 1987), die auf FDC eindeutig datiert sind, sowie Ausstellungsausgaben.
- Sonderformen – R-Ersttagsbriefe und Express-FDC, Ersttagskarten, FDC mit Viererblocks oder Einzelfrankaturen jeder Wertstufe, Maximumkarten mit Ersttagsstempel.
Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
- Erhaltung: Umschlag ohne Knicke, Vergilbung, Stockflecken oder Klebespuren; die Marken mit vollständiger Zähnung. Bei frühen, echt gelaufenen FDC sind Gebrauchsspuren normal und werden akzeptiert.
- Stempel: Der Ersttagsstempel soll klar, vollständig und mit lesbarem Datum abgeschlagen sein. Vollstempel, die das Markenbild ganz verdecken, mindern den Wert; ideal ist ein Stempel, der Marke und Umschlag gleichermassen berührt.
- Adressiert oder unadressiert: Bei den offiziellen PTT-Umschlägen ab den 1940er-Jahren werden unadressierte Exemplare im Katalog in der Regel höher bewertet als adressierte; unser Sortiment zeigt beide Varianten mit jeweils eigenem Preis. Bei den Vorläufern vor 1940 gilt das Gegenteil: dort ist ein adressierter, echt gelaufener Brief der Normalfall und gesuchter als ein Schalterbeleg.
- Vollständigkeit: Eine komplette Serie auf einem Umschlag ist Standard; Einzelfrankaturen jeder Wertstufe auf eigenem FDC sind ein Spezialgebiet mit eigenen Katalogpreisen.
- Echtheit: Bei den seltenen frühen Stücken (PAX 1945, Blocks der 1930er-Jahre) auf nachträglich aufgeklebte Marken oder gefälschte Stempel achten; ein Attest ist bei hohen Beträgen sinnvoll.
Was kosten Schweizer FDC?
FDC der 1960er- bis 1990er-Jahre mit kompletten Sätzen sind je nach Erhaltung schon für 5 bis 15 CHF erhältlich, unadressierte Umschläge mit Blocks oder Pro Juventute Sätzen der 1950er-Jahre liegen bei 20 bis 60 CHF. Vorläufer der 1930er-Jahre und Spitzenstücke wie die PAX-Serie 1945 auf FDC kosten je nach Erhaltung dreistellig bis vierstellig. Moderne Leuchtstoff- und Papiervarianten auf FDC werden als «moderne Raritäten» im mittleren dreistelligen Bereich gehandelt.
Sammelmöglichkeiten
Ersttagsbriefe lassen sich als komplette Jahrgänge sammeln, nach Gebieten (nur Pro Juventute, nur Pro Patria, nur Blocks) oder als Motivsammlung, da der Umschlagzudruck das Thema der Marke aufnimmt. Die Kombination von FDC und Ersttagsstempel-Varianten (Bern, Sonderpoststellen, Sprachversionen) bietet Stoff für eine Spezialsammlung. Belege mit Sonderstempeln finden Sie ausserdem unter Tag der Briefmarke.
Häufige Fragen zu Schweizer FDC
Ist ein unadressierter FDC mehr wert als ein adressierter?
Bei den offiziellen Umschlägen ab den 1940er-Jahren in der Regel ja, weil unadressierte Belege als «sauberer» gelten und im Katalog höher notiert sind. Bei echten Ersttagsbriefen der Vorkriegszeit ist dagegen die Adresse ein Echtheitsmerkmal.
Was bedeutet «Vorersttag»?
Ein Beleg, dessen Stempeldatum vor dem offiziellen Ersttag liegt, weil die Marken in der Schweiz teilweise bereits vor dem Gültigkeitsbeginn verkauft wurden. Solche Stücke sind für Spezialisten interessant.
Welcher Schweizer FDC ist besonders selten?
Die PAX-Serie von 1945 auf Ersttagsbrief gilt als eine der seltensten Ersttagsausgaben der Schweiz; auch die Blocks der 1930er-Jahre mit Ersttagsstempel sind gesucht.
FDC bei Briefmarken URAY
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