Mehr über Frankaturen nach UPU: Einheitstaxe 25 Rappen, Sitzende und Stehende Helvetia auf Auslandsbrief
Frankaturen nach UPU kaufen – Schweizer Belege 1875–1907 mit Sitzender und Stehender Helvetia
Mit dem Weltpostvertrag vom 1. Juli 1875 wurde der Auslandsbrief einfach: 25 Rappen bis 15 Gramm in alle Mitgliedsländer, 10 Rappen für die Postkarte – Belege dieser Zeit zeigen die Ausgaben Sitzende Helvetia, Stehende Helvetia, Wertziffer und UPU 1900 im tatsächlichen Gebrauch. In dieser Kategorie finden Sie über 40 Belege von 1875 bis 1907: Auslandsbriefe, Postkarten mit Zusatzfrankatur, Nachnahmen, Paketadressen und illustrierte Hotelbriefe. Jeder Beleg ist bei Briefmarken URAY einzeln fotografiert und mit Frankatur, Stempel und Erhaltung beschrieben. Preise in CHF, Versand aus der Schweiz weltweit.
Was sind Frankaturen nach UPU?
Der Weltpostkongress tagte vom 15. September bis 9. Oktober 1874 in Bern; 22 Staaten gründeten den «Allgemeinen Postverein», der 1878 in Weltpostverein (UPU) umbenannt wurde und seinen Sitz bis heute in Bern hat. Der Vertrag trat am 1. Juli 1875 in Kraft und ersetzte die unübersichtlichen zweiseitigen Postverträge durch einheitliche Taxen: 25 Rappen für den einfachen Brief bis 15 Gramm, 10 Rappen für Postkarten, 5 Rappen je 50 Gramm für Drucksachen, 25 Rappen Zuschlag für Einschreiben. Für Überseeländer galt in der Schweiz zunächst ein Zuschlag (A II-Tarif, 1877–1883 15 Rappen), für Nichtmitglieder ein separater B-Tarif bis 1892. Erst ab 1892 war die 25-Rappen-Taxe je 15 Gramm universell. Diese Übergangsjahre 1875–1892 bieten reizvolle Belege mit abweichenden Frankaturen.
Ausgaben und typische Belege 1875–1907
- Sitzende Helvetia gezähnt 1875–1882 – Auslandsbriefe mit 25 Rp. (Einzelfrankatur des 25-Rappen-Werts oder Kombinationen wie 10 + 15 Rp.), Postkarten mit 10 Rp., Chargébriefe mit 50 Rp. Der Faserpapierdruck 1881 ist eine eigene Sammelgruppe.
- Stehende Helvetia 1882–1907 – Die 25 Rp. grün als Standardfrankatur des Auslandsbriefs, 40 Rp. für den doppelten Brief, 50 Rp. für Einschreiben ins Ausland; dazu Wertziffer-Werte 2 bis 15 Rp. für Drucksachen, Karten und Inlandsbriefe. Übergangsfrankaturen Sitzende/Stehende Helvetia 1882/83 sind gesucht.
- UPU-Jubiläumsausgabe 1900 – Die 5, 10 und 25 Rp. zum 25-jährigen Bestehen des Weltpostvereins auf Ansichtskarten, Briefen und Paketadressen; Einzelfrankaturen der 25 Rp. auf Auslandsbrief und Verwendungen nach Übersee sind Sammelziele.
- Ganzsachen mit Zusatzfrankatur – Tübli-Umschläge und 5-Rappen-Karten, mit Marken auf die Auslandstaxe ergänzt; zum Beispiel ein Tübli-Umschlag mit 25 Rp. nach Mexiko. Mehr zu den Ganzsachen selbst in der Kategorie Ganzsachen.
- Zusatzleistungen – Nachnahme, Einschreiben, Express, Paketadressen und Postanweisungen mit höheren, oft mehrfarbigen Frankaturen; Inlandsbelege kleiner Poststellen mit Zwergstempeln.
Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
- Portogerechtigkeit: Prüfen Sie, ob die Frankatur der Taxe für Gewicht, Ziel und Leistung entspricht. Die Übergangstarife 1875–1892 (Überseezuschlag, B-Tarif) machen manche scheinbar «überfrankierte» Belege erst interessant.
- Destination: Briefe nach Deutschland, Frankreich oder Österreich sind häufig; Übersee, Asien, Afrika, Russland oder das Osmanische Reich sind rarer und werden entsprechend bewertet.
- Stempel: Klare Aufgabestempel, Ankunftsstempel und Nebenstempel (Chargé, Nachnahme, Bahnpost) erhöhen die Aussagekraft. Zu Stempelformen siehe Stempel.
- Erhaltung: Vollständige Umschläge ohne Fehlstellen; bei Ansichtskarten saubere Ecken. Marken sollten ohne Bug und Nachklebung sein.
- Attest: Bei seltenen Einzelfrankaturen, Faserpapier-Belegen und Übergangsfrankaturen empfiehlt sich ein Attest.
Was kosten Frankaturen nach UPU? Preisspanne
Ansichts- und Postkarten mit Stehender Helvetia oder UPU 1900 ins Ausland sind je nach Erhaltung bereits für CHF 15 bis 30 zu haben. Briefe mit Sitzender Helvetia, illustrierte Hotelbriefe und Belege mit Zusatzleistungen liegen meist zwischen CHF 50 und 150. Seltene Destinationen, Übergangs- und Faserpapierfrankaturen sowie hohe Portostufen erreichen mehrere hundert Franken und mehr.
Sammelmöglichkeiten
Beliebt sind Sammlungen nach Portostufe (alle Taxen der Stehenden Helvetia auf Beleg), nach Destination (ein Land, ein Kontinent), nach Ausgabe (UPU 1900 auf Beleg) oder nach Übergangstarif 1875–1892. Auch Ganzsachen mit Zusatzfrankatur und illustrierte Werbe- und Hotelumschläge lassen sich als Schwerpunkt wählen. Belege vor 1875 finden Sie unter Frankaturen vor UPU, spätere unter Frankaturen ab 1907.
Häufige Fragen zu Frankaturen nach UPU
Warum ist die 25-Rappen-Marke so wichtig?
Weil 25 Rappen von 1875 bis lange nach 1907 die Taxe für den einfachen Auslandsbrief war. Entsprechend häufig sind Einzelfrankaturen der 25-Rappen-Werte – und entsprechend gesucht sind Belege, bei denen dieselbe Taxe mit ungewöhnlichen Kombinationen erreicht wurde.
Was ist der Unterschied zwischen A- und B-Tarif?
Der A-Tarif galt für Mitgliedsländer des Weltpostvereins, teils mit Überseezuschlag; der B-Tarif für Länder, die noch nicht beigetreten waren, nach den bisherigen Postverträgen. Ab 1892 war der Unterschied praktisch aufgehoben.
Sind Inlandsbelege in dieser Kategorie?
Ja, vereinzelt – etwa Nachnahmekarten oder Faltbriefe kleiner Poststellen aus derselben Zeit. Der Schwerpunkt liegt aber auf Auslandsverwendungen und Belegen mit Zusatzleistungen.
Frankaturen nach UPU bei Briefmarken URAY
In dieser Kategorie liegen Belege von 1875 bis 1907 mit Sitzender und Stehender Helvetia, Wertziffer und UPU 1900. Nutzen Sie die Listensuche oberhalb der Produkte, um nach Ausgabe, Land oder Stichwort («Nachnahme», «Hotel», «Übersee») zu filtern. Suchen Sie eine bestimmte Destination oder Portostufe? Dann schreiben Sie uns.
