Mehr über Schweizer Nachportomarken: Wertziffer im Rahmen, Farben, Typen, Verwendung auf Beleg

Nachportomarken Schweiz kaufen – Portomarken 1878–1938 und ihre Typen

Nachportomarken (Portomarken, Taxmarken) zeigen an, welchen Betrag der Empfänger einer unfrankierten oder ungenügend frankierten Sendung nachzuzahlen hatte. Die Schweiz führte sie 1878 ein und verwendete sie bis in die 1950er-Jahre. In dieser Kategorie finden Sie über 30 Schweizer Portomarken – von der blauen Wertziffer im Rahmen über die grünen und roten Ausgaben mit ihren Typen und Kehrdrucken bis zu den Alpenrosen- und Kinderausgaben. Jede Marke ist bei Briefmarken URAY nach SBK-Nummer, Type und Erhaltung beschrieben und fotografiert. Preise in CHF, Versand aus der Schweiz weltweit.

Was sind Nachportomarken?

Kam ein Brief ohne oder mit zu wenig Frankatur an, taxierte die Post ihn: Der Fehlbetrag wurde – je nach Periode einfach oder verdoppelt, auf 5 Rappen gerundet – beim Empfänger erhoben und durch Portomarken auf der Sendung quittiert. Aus dem Ausland eintreffende Sendungen trugen dazu meist einen «T»-Stempel des Aufgabelandes. Die Portomarken selbst hatten keine Frankaturkraft; sie wurden vom Postbeamten aufgeklebt und entwertet. Mit der Bestimmung, Nachporto bar zu erheben, wurde ihr Gebrauch am 1. Januar 1954 vorläufig eingestellt und am 31. März 1956 endgültig aufgehoben.

Ausgaben und Typen

  • 1878 Grosse Wertziffer im Rahmen, blau – Die erste Ausgabe mit Wertziffer in einem Rahmen mit Schweizer Kreuz, Werte 1, 2, 3, 5, 10, 20, 50, 100 und 500 Rappen. Der Rahmen kommt in zwei Typen (I und II) vor, jeweils in Normalstellung (N) oder als Kehrdruck (K, Rahmen um 180 Grad gedreht). Papier- und Farbunterschiede führen zu vielen Katalognummern.
  • 1882–1910 Wertziffer im Rahmen, grün und rot – Ab 1882/83 wechselte die Farbe: die kleinen Werte in Grüntönen (von blaugrün über gelbgrün bis olivgrün), die hohen Werte rot bzw. rot mit grünem Rahmen. Auch hier gibt es Rahmentypen, Kehrdrucke und Papiervarianten (weisses, gelbliches und Faserpapier). Die Farbabstufungen sind das Spezialgebiet innerhalb des Gebiets.
  • 1910 Wertziffer mit Alpenrosen – Neues Bild mit Alpenrosen, dazu erstmals die im Alltag häufig benötigten Werte 15, 25 und 30 Rappen.
  • 1924–1937 Kinder mit Wertschild – Zwei Kinderfiguren halten das Wertschild; mehrere Auflagen und Farbwechsel.
  • 1938 Ziffer und Kreuz («schräge Ziffern») – Letzte Ausgabe mit schrägen Wertziffern und Schweizer Kreuz auf rotem Grund, Werte 5 bis 50 Rappen, in Gebrauch bis in die 1950er-Jahre.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  • Type und Stellung: Bei den Rahmenausgaben entscheiden Type I/II und Normalstellung/Kehrdruck über die Katalognummer und oft über einen erheblichen Preisunterschied. Unsere Beschreibungen nennen beides (z. B. «Nr. 9 I/N» oder «Nr. 27 B/K»).
  • Farbe: Die Grüntöne der Ausgaben 1882–1910 sind schwierig zu bestimmen; Katalogfarbe und Druckdatum stimmen nicht immer überein. Bei teuren Farbvarianten empfiehlt sich ein Attest.
  • Erhaltung: Portomarken wurden am Schalter rasch aufgeklebt und oft grob entwertet. Saubere Vollstempel und ungebrauchte Marken mit Originalgummi sind bei den frühen Ausgaben nicht häufig.
  • Belege: Taxierte Briefe und Karten mit Portomarken sind das eigentliche Sammelziel: Sie zeigen die Berechnung des Nachportos, den «T»-Stempel und die Herkunft. Einzelfrankaturen der 5-Rappen-Werte sind seltener als 10 oder 20 Rappen; Mischverwendungen verschiedener Ausgaben werden geschätzt.

Was kosten Schweizer Nachportomarken? Preisspanne

Häufige Werte der Ausgaben 1910 bis 1938 sind gestempelt für wenige Franken zu haben. Bei den Rahmenausgaben 1878–1910 hängt der Preis stark von Type, Stellung und Farbe ab: gängige Nummern liegen je nach Erhaltung bei CHF 5 bis 50, seltene Kehrdrucke, hohe Werte und Farbvarianten erreichen dreistellige Beträge und mehr. Belege mit Portomarken beginnen bei rund CHF 10 bis 30 und steigen mit Seltenheit der Taxierung.

Häufige Fragen zu Nachportomarken

Was bedeutet «K» und «N» in der Beschreibung?

«N» steht für Normalstellung des Rahmens, «K» für Kehrdruck: Bei den Rahmenausgaben wurde der Rahmen in einem separaten Druckgang gedruckt und konnte gegenüber der Ziffer um 180 Grad gedreht sein. Der SBK führt beide Stellungen mit eigenen Nummern.

Warum gibt es so viele Farbvarianten bei den grünen Portomarken?

Die Ausgaben wurden über fast drei Jahrzehnte in vielen Auflagen gedruckt, mit wechselnden Farbansätzen und Papieren. Der Katalog unterscheidet deshalb mehrere Grün- und Papiervarianten, die zum Teil erheblich unterschiedlich bewertet werden.

Wie wurde das Nachporto berechnet?

Je nach Periode wurde der einfache Fehlbetrag oder das Doppelte des Fehlbetrags erhoben, aufgerundet auf 5 Rappen. Bei Auslandssendungen galten die Regeln des Weltpostvereins. Ein taxierter Beleg lässt sich anhand der Portomarken und des Tarifs nachrechnen – ein reizvoller Teil dieses Gebiets.

Nachportomarken bei Briefmarken URAY

In dieser Kategorie liegen Schweizer Portomarken aller Ausgaben, mit SBK-Nummer, Type, Stellung und Erhaltung. Nutzen Sie die Listensuche oberhalb der Produkte, um nach Nummer oder Wertstufe zu filtern. Taxierte Belege finden Sie in der Kategorie Briefe, verwandte Gebiete unter Portofreiheit und Dienst. Suchen Sie eine bestimmte Type oder Farbe? Dann schreiben Sie uns.

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